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Einleitung

Die meisten Menschen haben vieles von Effekten, Phänomenen und Zusammenhängen aus dem Themenbereich Stoffwechsel und Ernährung gehört. Nur meist stammen diese Kenntnisse aus Quellen mit unbekannter Zuverlässigkeit und mit unbekannten Interessenslagen, wie etwa vom Hörensagen, aus Rundfunk und Fernsehen, aus der Werbung oder bestenfalls aus Sachbüchern. Dabei ist es aufgrund fehlender Quellenangaben nicht möglich einzelne Aspekte zu prüfen oder weiter zu verfolgen. Allein die Medien an sich sind meist später nicht mehr verfügbar um sie nochmal zu studieren oder als Referenz anzugeben.

Ich möchte daher im folgenden einige interessante und dem Leser vielleicht auch schon bekannte Zusammenhänge denen ich im Laufe begegnet bin und zu denen ich fundierte Information finden konnte mit den zugehörigen Literaturverweisen anführen. Zu Beginn werde ich mich dabei auf das Kapitel Biopsychologie des Essens und Trinkens aus John P.J. Pinel: Biospychologie. Eine Einführung. Heidelberg, Berlin: Spektrum 1997 beziehen und gegebenenfalls weitere Quellen zu Rate ziehen.

Insulin - wann wird es ausgeschütet?

Insulin wird schon vermehrt ausgeschütet bevor mit dem Essen begonnen wird. Schon das Sehen, Riechen oder der Gedanke ans Essen reicht aus damit zur Vorbereitung auf die zu erwartende Zufuhr von Kohlenhydraten in der cephalischen Phase der Insulinspiegel angehoben und der Glucagonspiegel gesenkt wird. (Pinel 1997, S.246ff) Dadurch ensteht aus der schieren Erwartung von Nahrung, ohne daß ein Energiedefizit vorliegt, ein Hungergefühl. (Pinel 1997, S.253)

Aus dieser Tatsache heraus stellt sich mir die Frage was ist, wenn die erwartete Nahrungszufuhr nicht erfolgt oder nicht in der Quantität und Qualität erfolgt, die der Körper erwartet hat?. Wenn also eine weitgehend Kohlenhydratarme Mahlzeit eingenommen wird, sprich der Nachschub an Glucose als gemeinsames Verdauungsendprodukt aller Arten von Kohlenhydraten ausbleibt? Woher weiß der Körper wieviel Insulin er vorab ausschütten soll? Hat er Erfahrungswerte? Haben sich diese Erfahrungswerte phylogenetisch entwickelt oder sind sie erlent? Und wenn sie erlernt sind, wie sind sie veränderbar? Tritt beim Ausbleiben der erwarteten Kohlenhydrate dann etwa eine vorübergehende Unterzuckerung ein? Und läßt sich damit erklären, daß ich aus eigener Erfahrung nach einer kohlenhydratarmen aber protein- und fettreichen Mahlzeit immer noch das Bedürfnis habe etwas Süßes nachzulegen? Was dann freilich dazu führt, daß ich letzten Endes zu viel esse. Jedoch fühle ich mich erst dann wirklich satt, wenn dieses unangenehme Bauchgefühl, daß noch irgendwas fehlt, aufhört.

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