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zurück zur vorhergehenden Seite Regulierung des Körpergewichts - Sollwert vs. Bezugspunkt Die schon oben erwähnten lipostatischen Sollwerttheorien scheinen nicht für die Erklärung der Regulation des Körepergewichtes geeignet, da sie nicht erklären können wieso Organismen bei einem reichhaltigen und attraktiven Nachrungsangebot es nicht schaffen ihr Körpergewicht konstant zu halten. (Pinel 1997, S.261) Die Annahme, daß das Körpergewicht durch die Aufnahme von mehr oder weniger Nahrung reguliert wird, muss daher zurückgestellt werden. Es konnte gezeigt werden, daß die Fettdepots vor allem durch die Effizienz der Energienutzung reguliert werden. Das heißt, bei wachsenden Fettreserven wird der Energieverbrauch gesteigert und bei abnehmenden Reserven gesenkt. Diese nahrungsindizierte Thermogenese zeigt sich darin, daß dickere Organismen, über den zusätzlich Energieverbrauch durch das höhere Gewicht hinaus, mehr Wärne abgeben als Dünnere. Und zeichnet auch für die sich zunehmends verlangsamende Gewichtsabnahme bei Diäten verantwortlich, da die Effizienz zunehmend erhöht und außerdem der Energiebedarf durch geringeres Gewicht verringert wird. (Pinel 1997, S.261) Heute geht man davon aus, daß das Körpergewicht sich nicht einen festen Sollwert orientiert, sondern einen von verschiedenen Faktoren abhängigen, Bezugspunkt (Setpoint) anstrebt, der einen Zustand darstellt in dem die beeinflußenden Faktoren im Gleichgewicht sind. Bei dem also Energiezufuhr, Energieverbrauch und Effizienz im Gleichgewicht sind. - Es wird also nicht wie bei den Sollwerttheorien gegen gesteuert, sondern nur eine weitere Entwicklung in dieselbe Richtung begrenzt. (Pinel 1997, S.262) |
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